Körpersprache von Wolf und Hund

Die Körpersprache gibt es bei allen höheren Tieren, sie ist jedoch bei den Wölfen besonders hoch entwickelt. Zwar geben Wölfe auch Töne wie Knurren oder Winseln von sich, aber die Haltung ihres Körpers übermittelt  die wichtigsten Informationen. Genauso ist es bei Hunden.
 Kaum ein Körperteil kann beim Hund und beim Wolf mehr ausdrücken als gerade der Schwanz. Die Schwanzhaltung der Wölfe zeigt die Rangordnung im Rudel an. Je höher der Schwanz getragen wird, desto ranghöher ist der Wolf.

Die Gesichtsmimik drückt viele Formen einer Mischung zwischen Angst und Angriff aus. Im Zusammenspiel mit den Ohren die wichtigsten Informationen. Genauso ist es bei Hunden. Kaum ein Körperteil kann beim Hund und beim Wolf mehr

ausdrücken als gerade der Schwanz. Die Schwanzhaltung der Wölfe zeigt die Rangordnung im Rudel an. Je höher der Schwanz getragen wird, desto ranghöher ist der Wolf.

Die Gesichtsmimik drückt viele Formen einer Mischung zwischen Angst und Angriff aus. Im Zusammenspiel mit den Ohrenbedeuten nach vorne gerichtete Ohren aufmerksame Selbstsicherheit, nach hinten gelegte Ohren Unsicherheit. Wenn die Ohrmuschel dann auch noch ganz nach unter gezogen wird, drückt der Wolf damit Unterwürfigkeit aus.

Eine Rangordnung in einem Wolfsrudel gibt für die Rüden, die andere für die Weibchen. An der Spitze steht jeweils der Alpha-Rüde (A) und die Alpha-Wölfin (B). Meist sind das auch die beiden ältesten Tiere im Rudel.
Da die Alpha-Wölfin keine anderen geschlechtsreifen Weibchen neben sich duldet, gibt es meist nur junge Weibchen (C) unter ihr.

Die Rüden hingegen sind untereinander verträglicher. So kommt es häufig vor, dass unter dem Alpha-Rüden weitere geschlechtsreife Rüden (D) stehen, die sich an den gemeinsamen Jagden und der Aufzucht der Welpen beteiligen.

Nach den erwachsenen Tieren folgen die ein-bis zweijährigen, noch nicht geschlechtsreifen Tiere (E). Häufig haben sie untereinander eine ähnliche Rangordnung, wie sie im gesamten Rudel gilt. So gibt es bei ihnen einen "Klein-Alpha-Rüden" und ein "Klein-Alpha-Weibchen". Ganz unten außerhalb stehen die Welpen (F)

Doch eines Tages wird auch der stärkste Wolf schwach. Der Gegener erkennt seine Chance und im Ernstfall wird hemmungslos gebissen. Häufig greifen dabei auch andere Tiere mit ein, nicht zuletzt die Alpha-Wölfin. Doch nicht dem Alpha-Rüden kommt sie zu Hilfe, sondern dem Gegner. Kann der Alte nicht flüchten, wird er totgebissen.

Dieses Verhalten mag grausam erscheinen, doch aus der Sicht der Alpha-Wölfin ist mit einem immer schwächer werdenden Alpha-Rüden niemanden gedient.

Sie braucht für sich und ihre Welpen einen starken Partner. Eines Tages wird es ihr selbst so ergehen. Die Natur kennt kein Mitleid. Im zweiten Fall treffen die Angriffe oft ein geschlechtsreifes Weibchen, das als Rivalin des Alpha-Weibchens unterdrückt wird, am Ende aus dem Rudel vertrieben wird.

Bezugsquelle: "Was ist was?"