Wolfspark Merzig

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Die Natur kennt keine Bestien; sie werden von Menschen gezüchtet

Immer wieder sagen Leute über einen bissigen Hund, er sei "so scharf wie ein Wolf".

Doch WOLF IST WOLF UND HUND IST HUND! Durch jahrtausendelange Züchtung sind verschiedene Hunderassen zum Gebrauchtsobjekt oder zur Waffe für Ihre Besitzer geworden. Der Wolf hingegen ist ein Wildtier geblieben, und sein Naturell widersetzt sich der Macht des Menschen, der versucht, alles im Tierreich zu beherrschen und auszubeuten. In diesem Sinne wird der Wolf in unserer auf Profitstreben ausgerichteten Gesellschaft als nutzloses oder gar schädliches Geschöpf angesehen. Enttäuschend verlief früher wie noch heute für gewisse Hundezüchter die Einkreuzung eines Wolfs oder einer Wölfin in eine bestimmte Hunderasse. Sie hatten erwartet, daß die "Schärfe" des Wolfs bei den Kreuzungswelpen weiterwirkt. Doch das Gegenteil war der Fall. Denn es zeigte sich, daß die Menschenscheu des Wolfs genetisch tief verwurzelt ist und als dominierende Eigenschaft vererbt wird. Mit diesen scheuen Tieren, die sich dem menschlichen Unterwerfungswillen widersetzten und unter Zwang zu Angstbeißern wurden, war nichts anzufangen. Sie ließen sich partout nicht darauf dressieren, andere Menschen anzugreifen, waren somit für die Züchter nicht als Gebrauchshunde zu verwenden und galten damit als minderwertig.
(Quelle: Werner Freund - Der Wolfsmensch)